Mini-Bagger im Anhänger: Zoll stoppt polnischen Fahrer auf der A2 wegen Steuerhinterziehung
Irmtrud BolzmannMini-Bagger im Anhänger: Zoll stoppt polnischen Fahrer auf der A2 wegen Steuerhinterziehung
Zollbeamte hielten auf der Autobahn A2 bei Hamm einen Anhänger mit polnischem Kennzeichen an. Bei der Kontrolle entdeckten sie zwischen anderen Waren einen versteckten Mini-Bagger. Der 42-jährige Fahrer konnte die erforderlichen Zollpapiere nicht vorlegen.
Der Mann gab gegenüber den Behörden an, den Bagger für etwa 15.000 Euro in Großbritannien gekauft zu haben. Er behauptete, das Gerät für ein privates Bauprojekt in Polen transportieren zu wollen. Um die fällige Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von rund 2.870 Euro zu umgehen, hatte er die Ware nicht deklariert.
Die Behörden leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein. Nach EU-Regeln sind zollfreie Einfuhren nur innerhalb strenger Grenzen erlaubt: bis zu 300 Euro für die meisten Reisenden, 430 Euro für Flug- oder SchiffsPassagiere und 175 Euro für Personen unter 15 Jahren. Waren, die diese Freigrenzen überschreiten, unterliegen den üblichen Einfuhrabgaben.
Nachdem der Fahrer die ausstehenden Gebühren vor Ort beglichen hatte, durfte er seine Fahrt fortsetzen. Der Fall unterstreicht die gesetzliche Pflicht, Waren beim Einreisen in die EU aus Drittstaaten anzumelden. Reisende müssen die entsprechenden Unterlagen vorlegen, andernfalls drohen Strafen. Gegen den Fahrer wird weiterhin wegen möglicher Steuerhinterziehung ermittelt.






