20 April 2026, 12:27

Medienkonzerne wachsen: Zwei Großübernahmen erschüttern Deutschlands Zeitungsbranche

Schwarze und weiße Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Medienkonzerne wachsen: Zwei Großübernahmen erschüttern Deutschlands Zeitungsbranche

Deutschlands Zeitungsbranche erlebt weitere Konzentration nach zwei großen Übernahmen in den vergangenen Wochen. Die Rheinische Post kündigte Pläne an, die westfälischen Tageszeitungen zu übernehmen, während der DuMont-Verlag die Kölnische Rundschau erwarb. Diese Schritte unterstreichen einen wachsenden Trend zu weniger, aber größeren Medienkonzernen.

Ende Februar übernahm das Verlagshaus DuMont die Kölnische Rundschau vom Heinen Verlag. Nur wenige Tage später, Anfang März, gab die Rheinische Post bekannt, die westfälischen Zeitungen inklusive ihrer Digitalplattformen kaufen zu wollen. Sollte dieser Deal abgeschlossen werden, wird die Rheinische Post zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen aufsteigen.

Das Bundeskartellamt prüft solche Fusionen, hat dabei jedoch begrenzte Spielräume. Seine Bewertung konzentriert sich ausschließlich auf die Auswirkungen auf Lesermärkte und Werbung. Rechtlich darf es nicht untersuchen, wie sich solche Deals auf die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Öffentlichkeit auswirken.

Die beiden Übernahmen spiegeln einen branchenweiten Wandel wider: Immer mehr kleine, unabhängige Verlage werden von großen Konzernen übernommen. Die Veränderungen werden die Medienlandschaft in einem der bevölkerungsreichsten Bundesländer Deutschlands neu prägen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle