Marl gedenkt am Volkstrauertag mit bewegenden Feiern und Kranzniederlegungen
Gisbert HuhnMarl gedenkt am Volkstrauertag mit bewegenden Feiern und Kranzniederlegungen
Marl gedenkt am Volkstrauertag mit feierlichen Veranstaltungen an diesem Wochenende
Unter dem Motto "Erinnern heißt Verantwortung übernehmen" findet in Marl an diesem Samstag und Sonntag eine Reihe würdevoller Gedenkfeiern statt. Dazu gehören Kranzniederlegungen an zentralen Mahnmalen der Stadt. Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung kommen zusammen, um der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in einer Mischung aus lokaler und nationaler Erinnerungskultur zu gedenken.
Die Gedenkveranstaltungen beginnen am Samstag um 17 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Kriegsdenkmal nahe der Ernst-Immel-Realschule in Hüls. Im Anschluss berichtet die Jugendfeuerwehr Marl-Lenkerbeck von ihrem Besuch im Außenlager Hersbruck und teilt persönliche Reflexionen über die Bedeutung historischer Erinnerung.
Der Höhepunkt der Feierlichkeiten findet am Sonntag, dem 16. November, statt. Um 10:15 Uhr wird ein Kranz am Kriegsdenkmal vor der St.-Georg-Kirche in Alt-Marl niedergelegt. Die zentrale Gedenkfeier beginnt um 14 Uhr am Creiler Platz, wo Bürgermeister Thomas Terhorst und Benedikt Stelthove Reden halten und einen Kranz an der Büste von Dietrich Bonhoeffer niederlegen. Weitere Ehrungen sind auf dem Hauptfriedhof und dem katholischen St.-Marien-Friedhof vorgesehen.
Die Volkstrauertags-Tradition in Marl verbindet die lokale Erinnerung oft mit übergeordneten historischen Ereignissen. In früheren Jahren wurde etwa an die "Märzgefallenen" von 1920 in Arnstadt erinnert, die sich gegen den Kapp-Putsch auflehnten, aber auch an den Luftangriff auf Dinslaken 1945 und den Tod des OSS-Agenten Kurt Gruber bei Osnabrück. Diese Bezüge verknüpfen lokale Opfer mit nationalen Themen von Widerstand, Verlust und Frieden.
Den Abschluss bilden am Sonntag mehrere Kranzniederlegungen an verschiedenen Orten in Marl. Das Programm unterstreicht das Engagement der Stadt, das Gedenken wachzuhalten und Verantwortung für die Zukunft zu stärken. Die Verantwortlichen rufen die Bevölkerung ausdrücklich zur Teilnahme auf.






