Lutherkirche in Höhscheid schließt 2030 ihre Türen für immer
Die Lutherkirche in Höhscheid wird bis 2030 ihre Türen für regelmäßige Gottesdienste schließen. Die Entscheidung fiel nach Jahren finanzieller Schwierigkeiten, da Spendenaktionen nicht die erforderlichen Mittel einbrachten. Künftig werden sich die Gläubigen im Gemeinschaftshaus Höhscheid oder in benachbarten Kirchen versammeln.
Am Donnerstagabend bestätigte das Konsistorium der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde die Schließung. Trotz Kampagnen und ehrenamtlichen Engagements erwiesen sich die Kosten für den Erhalt des Gebäudes als zu hoch. Die jährlichen Ausgaben für Versicherung, Heizung, Reinigung und Instandhaltung beliefen sich auf etwa 210.000 Euro.
Die Kirche galt lange als Ort lebendiger Geschichte, der Hoffnung und Glauben über ihre Mauern hinaus trug. Doch da der Haushalt der Gemeinde auf schwindende Rücklagen angewiesen war, wurde ein wachsendes Defizit unvermeidbar. Die Zukunft des Gebäudes selbst bleibt ungewiss – fest steht nur, dass es nicht mehr als regelmäßiger Gottesdienstraum dienen wird.
Ab 2030 werden die Gottesdienste in alternative Räumlichkeiten der Region verlegt. Die Entscheidung markiert das Ende einer Ära für die Lutherkirche, doch ihr Erbe als Symbol von Gemeinschaft und Glauben wird fortbestehen.
Die Schließung spiegelt die finanzielle Realität wider, mit der die Gemeinde konfrontiert ist. Da es keine nachhaltige Möglichkeit gibt, die steigenden Kosten zu decken, werden in sieben Jahren keine regelmäßigen Gottesdienste mehr stattfinden. Bis dahin bleibt die langfristige Zukunft des Gebäudes eine offene Frage für die Gemeinschaft.






