29 March 2026, 20:30

Kult-Restaurant Ergüns Fischbude schließt nach 32 Jahren in Berlin

Altes Schwarz-Weiß-Foto eines Berliner Restaurant-Interieurs mit Tischen, Stühlen, Blumenvasen, einer Statue, Wandskulpturen, Pflanzen und Text unten.

Kult-Restaurant Ergüns Fischbude schließt nach 32 Jahren in Berlin

Ergüns Fischbude, ein beliebtes türkisches Fischrestaurant im Westen Berlins, schließt nach 32 Jahren seine Türen. Die Deutsche Bahn hat beschlossen, den Mietvertrag für die historischen S-Bahn-Bögen nicht zu verlängern. Trotz einer Spendenaktion konnten die Besitzer die Zukunft des Betriebs am bisherigen Standort nicht sichern.

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Das Restaurant eröffnete 1992 und entwickelte sich schnell zu einem lokalen Liebling für frischen Fisch. Über die Jahre baute es eine treue Kundschaft auf und hatte von Dienstag bis Samstag zwischen 16 und 21 Uhr sowie sonntags und montags von 16 bis 22 Uhr geöffnet.

Geschäftsführerin Mine Centinbas vermutet, dass Brandschutzbedenken eine Rolle bei der Entscheidung gegen die Vertragsverlängerung gespielt haben könnten. Die Deutsche Bahn nannte keinen konkreten Grund für die Kündigung, sodass den Besitzern keine andere Wahl blieb, als das Restaurant zu schließen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Centinbas nach Alternativstandorten gesucht, doch ein Umzug scheiterte an fehlenden Optionen.

Die Schließung fällt in eine Phase finanzieller Turbulenzen für die Deutsche Bahn. 2025 verzeichnete das Unternehmen Verluste in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, vor allem aufgrund von Wertberichtigungen im Fernverkehr. Dennoch erzielte es einen operativen Gewinn von 297 Millionen Euro und steigerte den Umsatz um 3 Prozent auf 27 Milliarden Euro. Ein direkter Zusammenhang zwischen den Immobilienentscheidungen der DB und den Erfahrungen kleiner Berliner Betriebe wie Ergüns Fischbude besteht jedoch nicht.

Ein genauer Termin für die endgültige Schließung steht noch aus, doch das Ende des Restaurants markiert das Aus einer Ära für das Viertel. Kunden und Unterstützer hatten sich mit Spendenaktionen engagiert – vergeblich. Weitere Informationen zur Geschichte des Restaurants und aktuelle Updates gibt es auf der Website www.erguns-fischbude.de.

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