13 June 2026, 00:27

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: 57 Prozent mehr Straftaten in fünf Jahren

Gewalt an NRW-Bahnhof mehr als verdoppelt

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: 57 Prozent mehr Straftaten in fünf Jahren

Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen erreicht 2023 Höchststand

Die Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) erreichte 2023 mit fast 37.500 registrierten Straftaten ihren Höhepunkt. Seitdem sind die Zahlen zwar rückläufig, doch insgesamt stieg die Kriminalität zwischen 2020 und 2025 um 57 Prozent stark an.

Waren es 2020 noch 19.380 Delikte an NRW-Bahnhöfen, erhöhte sich die Zahl bis 2025 auf 30.490. Gewaltstraftaten verdoppelten sich im selben Zeitraum nahezu – von 2.325 auf 4.711 Fälle. Auch sexuelle Übergriffe nahmen drastisch zu: Hier stieg die Zahl um 162 Prozent, von 169 auf 442 Fälle.

Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg um 32 Prozent, von 10.560 auf knapp 14.000. Der Kölner Hauptbahnhof blieb durchgehend am stärksten betroffen, während Dortmund bis 2025 auf den zweiten Platz vorrückte. Es folgten Düsseldorf und Essen, während Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen ebenfalls zu den acht am stärksten belasteten Bahnhöfen zählten. Münster behielt in beiden Jahren Platz fünf.

Die Gründe für den Anstieg sind unklar. Mögliche Faktoren sind eine verstärkte Polizeipräsenz, strengere Kontrollen, höhere Fahrgastzahlen sowie mehr Zugverspätungen und -ausfälle.

Der Höhepunkt im Jahr 2023 markierte die höchsten Kriminalitätswerte der letzten Jahre. Zwar hat sich der Trend seitdem umgekehrt, doch die Daten zeigen einen deutlichen Anstieg der Straftaten über den Fünfjahreszeitraum. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin genau.

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