Hauptzollamt Bielefeld erzielt Rekordsteuereinnahmen von über 17,2 Milliarden Euro
Janos NeureutherHauptzollamt Bielefeld erzielt Rekordsteuereinnahmen von über 17,2 Milliarden Euro
Hauptzollamt Bielefeld verzeichnet Rekordjahr 2024 mit über 17,2 Milliarden Euro Einnahmen
Das Hauptzollamt Bielefeld meldet für das Jahr 2024 ein Rekordaufkommen: Mit mehr als 17,2 Milliarden Euro flossen deutlich mehr Mittel in die öffentlichen Kassen als im Vorjahr (16,5 Milliarden Euro). Den größten Anteil steuerte die Tabaksteuer bei, die rund 15,6 Milliarden Euro einbrachte.
Eine zentrale Rolle spielte dabei das Zigarettensteuerzeichenamt Bünde, das allein Tabaksteuereinnahmen in Höhe von über 15,6 Milliarden Euro verwaltete. Weitere bedeutende Einnahmequellen waren die Einfuhrumsatzsteuer mit fast 754 Millionen Euro sowie die Kraftfahrzeugsteuer, die knapp 347 Millionen Euro beisteuerte.
Neben der Einnahmensicherung bewältigte das Amt ein hohes Handelsaufkommen: Rund 2,2 Millionen Importe und fast 7,5 Millionen Exporte wurden im vergangenen Jahr abgewickelt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vollstreckung: Die zentrale Einheit bearbeitete über 207.000 Anträge und trieb dabei rund 66,9 Millionen Euro an ausstehenden Forderungen ein.
Auch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ging konsequent gegen Verstöße vor: 2024 leitete sie 3.635 Strafverfahren und 2.290 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Zudem beschlagnahmten Zollbeamte erhebliche Mengen illegaler Drogen, darunter über 84 Kilogramm Marihuana, mehr als 26 Kilogramm Amphetamine und fast 8 Kilogramm Heroin. Bei Kontrollen von Reisebussen auf der Autobahn A2 sicherten sie zusätzlich etwa 22,5 Kilogramm Marihuana sowie 15 Liter flüssiges Amphetamin.
Die 17,2 Milliarden Euro kommen dem Bund, der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen zugute. Die Leistungen des Amts in den Bereichen Handel, Vollstreckung und Drogenbekämpfung unterstreichen seine vielseitige operative Bedeutung. Der Einnahmenanstieg bestätigt zudem seine wachsende finanzielle Rolle.
