Großrazzia in Münster: Zollfahndung deckt massiven Lohnbetrug auf
Irmtrud BolzmannGroßrazzia in Münster: Zollfahndung deckt massiven Lohnbetrug auf
Zollfahndung Münster schlägt bei Lohnbetrug und Untreue zu
Das Hauptzollamt Münster hat eine Großrazzia gegen Lohnbetrug und Untreue eingeleitet. In Münster und Senden wurden Haftbefehle gegen Verdächtige vollstreckt, denen vorgeworfen wird, Löhne einbehalten und Sozialabgaben vorenthalten zu haben. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein 33-jähriger Mann, der ein Bauunternehmen ohne ordnungsgemäße Anmeldung oder Abgabenzahlungen geführt haben soll.
Der 33-Jährige soll Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung angemeldet und keine Arbeitgeberbeiträge abgeführt haben. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung im Jahr 2022 wurden belastende Beweismittel sichergestellt, woraufhin ein Strafverfahren vor dem Amtsgericht Münster eingeleitet wurde. Mittlerweile gilt er als fluchtgefährdet und wurde wegen der Gefahr weiterer Straftaten in Untersuchungshaft genommen.
Die Behörden gehen davon aus, dass er von einer 54-jährigen Frau und einem 61-jährigen Mann unterstützt wurde. Letzterer wurde im Rahmen der Aktion festgenommen, da gegen ihn ein Haftbefehl wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen in einem anderen Verfahren vorlag. Auch die 54-Jährige wird auf mögliche Mittäterschaft überprüft.
An der Operation sind knapp 110 Zollbeamte, rund 40 Bundespolizisten sowie Vertreter der Staatsanwaltschaft und lokaler Kommunen beteiligt. Durchsucht werden sieben Objekte – vier Wohnungen und drei Geschäftsräume. Drei Spürhunde des Zolls kommen zum Einsatz, um verstecktes Bargeld aufzuspüren, das zur Begleichung von Forderungen des Staates gegen die Beschuldigten dienen könnte.
Der Hauptverdächtige bleibt aufgrund von Fluchtgefahr und der Gefahr weiterer Straftaten in Haft. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um die vorenthaltenen Gelder zurückzuholen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Alle Spuransätze werden verfolgt, um den Sachverhalt vollständig aufzuklären.
