15 March 2026, 20:37

Große Demo in Düsseldorf fordert härteres Vorgehen gegen rechtsextreme Parteien

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus' vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße in der Nähe.

Große Demo in Düsseldorf fordert härteres Vorgehen gegen rechtsextreme Parteien

Demonstration für strengere Prüfung rechtsextremer Parteien in Düsseldorf am 14. März 2026

Am Samstag, den 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Kundgebung statt, die eine strengere Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Organisiert wird die Veranstaltung mit Unterstützung des Bergisch Gladbacher Vereins für Demokratie und Vielfalt (DeVi). Die Teilnehmer fordern das Bundesverfassungsgericht auf, alle Parteien zu prüfen, die als rechtsextrem eingestuft oder unter Extremismusverdacht stehen. Beginn ist um 14:00 Uhr vor dem Landtag von Nordrhein-Westfalen, wo die Demonstranten ihre Anliegen öffentlich vorbringen werden.

Die "UNTERSUCHT!"-Kundgebung wird von DeVi getragen, einem Verein, der sich für demokratische Werte und gesellschaftliche Vielfalt einsetzt. Die Organisation ist auf Instagram, Facebook und TikTok unter dem Account @gl.de.vi präsent. Weitere Informationen gibt es auf den Webseiten www.pruef-demos.de und www.gl-devi.de.

Interessierte sind eingeladen, sich um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu treffen, um gemeinsam nach Düsseldorf zu reisen. Im Fokus der Demonstration steht insbesondere die AfD (Alternative für Deutschland), die vom Bundesamt für Verfassungsschutz im Mai 2025 als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde. Gegen die Partei läuft derzeit ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln, das jedoch im Februar 2026 vorläufig ausgesetzt wurde. Auch mehrere Landesverbände der AfD – in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen – gelten als extremistisch.

Kernforderung der Kundgebung ist, dass der Bundesrat ein Prüfverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht gegen alle rechtsextremen Parteien einleitet. Dafür wäre lediglich eine einfache Mehrheit im Bundesrat erforderlich. Bemerkenswert ist, dass gegen keine andere Partei in Deutschland derzeit eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht anhängig ist. Zwar strebt die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) den Status einer Partei an, ist jedoch bisher nicht anerkannt und in keine vergleichbaren juristischen Verfahren verwickelt.

Trotz der Ziele der Initiative haben sich bisher mehrere Bundesländer, darunter auch Nordrhein-Westfalen, der Kampagne noch nicht angeschlossen.

Die Demonstration findet wie geplant am 14. März 2026 statt. Die Organisatoren empfehlen die gemeinsame Anreise ab Bergisch Gladbach. Die Veranstaltung unterstreicht die anhaltende Debatte über politischen Extremismus in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf den rechtlichen Status der AfD. Aktuelle Informationen und Details zur Teilnahme sind über die offiziellen Kanäle von DeVi abrufbar.

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