29 April 2026, 00:50

Grillplatz am Bülowplatz: Warum Solinger Anwohner gegen die Stadt protestieren

Menschen vor einem rauchenden Gebäude mit Helmen und Jacken, andere mit Kameras, mit verstreuten Metall-Objekten und Stadtgebäuden im Hintergrund.

Grillplatz am Bülowplatz: Warum Solinger Anwohner gegen die Stadt protestieren

Widerstand formiert sich gegen die Pläne der Stadt Solingen, am Bülowplatz einen offiziellen Grillplatz einzurichten. Der Vorschlag stößt bei Anwohnern und lokalen Initiativen auf scharfe Kritik, die befürchten, der Standort liege zu nah an Wohnhäusern. Gegner werfen der Stadt vor, rechtliche und praktische Bedenken zu ignorieren.

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) lehnt das Vorhaben entschieden ab und macht dafür das Dezernat 4 und dessen Leiterin, Dagmar Becker, verantwortlich. Die Gruppe bezeichnet den Plan als "fehlgeleitet" und besteht darauf, dass Becker für die Durchsetzung eines ungeeigneten Standorts zur Rechenschaft gezogen werden müsse.

Der Bülowplatz grenzt unmittelbar an Wohngebäude – ein Umstand, den selbst die Verwaltungsunterlagen zum Planungsverfahren einräumen. Kritiker wie der Bezirksvertreter Jan Salewski sprechen von einem "Planungsdesaster". Salewski wirft der Verwaltung vor, die Gegebenheiten im Viertel zu missachten.

Die BfS warnt, dass Rauch, Lärm und Gerüche durch Grillaktivitäten die Lebensqualität der Anwohner deutlich beeinträchtigen würden. Zudem verweisen sie auf frühere Gerichtsurteile zu Grillveranstaltungen in Wohngebieten und argumentieren, der städtische Entwurf berücksichtige bestehende rechtliche Einschränkungen nicht. Statt den Plan weiterzuverfolgen, fordert die Gruppe, den Bülowplatz als Standort auszuschließen und stattdessen Alternativen in größerer Entfernung zu Wohnhäusern zu prüfen.

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Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen die Nähe des Platzes zu Wohnbebauung und das Vorgehen der Verwaltung. Angesichts der wachsenden rechtlichen und praktischen Einwände pocht die BfS darauf, den Bülowplatz fallen zu lassen und nach besser geeigneten Standorten zu suchen. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Grillplatz-Projekt vorankommt – oder endgültig vom Tisch ist.

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