Grenzfahnder decken bei Routinekontrolle ausgeklügelten Drogenschmuggel auf
Gisbert HuhnGrenzfahnder decken bei Routinekontrolle ausgeklügelten Drogenschmuggel auf
Eine grenzüberschreitende Ermittlergruppe hat bei einer Routinekontrolle einen großen Drogenschmuggelring aufgedeckt. Der Vorfall ereignete sich in Kerkrade, wo Beamte ein Fahrzeug mit versteckten Hohlräumen anhielten, in denen sich Rauschgift befand. Die Entdeckung führte zu laufenden Ermittlungen.
Das Fahrzeug wurde im Rahmen einer standardmäßigen Grenzkontrolle in Kerkrade gestoppt. Den Beamten fielen Ungereimtheiten zwischen der vom 18-jährigen niederländischen Fahrer angegebenen Route und ihren eigenen Beobachtungen auf, was sofort Misstrauen weckte.
Bei der Durchsuchung wurden ausgeklügelte Verstecke im Fahrzeug entdeckt, die nur über einen komplexen elektronischen Öffnungsmechanismus zugänglich waren. Darin fanden sich mehrere Pakete mit Kokain, Heroin und Ecstasy.
Die beschlagnahmte Gesamtmenge an Drogen überschritt die gesetzliche Grenze für eine „nicht geringe Menge“ nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen und es stellte sich heraus, dass gegen ihn Haftbefehle der Staatsanwaltschaften Bonn und Düsseldorf vorlagen.
Der Fall wurde an die niederländischen Behörden überstellt, die nun die Herkunft, Logistik und Drahtzieher hinter dem Schmuggelring untersuchen. Die beschlagnahmten Drogen sowie der Fahrer bleiben bis auf Weiteres in Gewahrsam.
