17 June 2026, 17:08

"Golden Shop" in Bremen provokant umgestaltet – nach Preis-Ausschluss durch Weimer

Ein Schaufenster für Prinz Weimar

"Golden Shop" in Bremen provokant umgestaltet – nach Preis-Ausschluss durch Weimer

Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen mit auffälligem Redesign

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Die Bremer Buchhandlung „Golden Shop“ hat ein markantes neues Erscheinungsbild erhalten. Ihre Fassade ziert nun ein großes Stofftransparent mit handschriftlichen Zitaten des Kulturministers Wolfram Weimer. Die Umgestaltung folgt auf den Ausschluss des Ladens von einem renommierten Buchhandlungspreis.

Sechs Personen brachten das riesige Stoffbanner am Giebel der Buchhandlung an. Es überdeckt den früheren Spruch „Deutschland verrecke bitte“ („Deutschland, bitte gehe zugrunde“). Stattdessen prangen nun handgeschriebene Aussagen Weimers an der Fassade, während im Schaufenster ein Porträt des Ministers neben seinen literarischen Werken zu sehen ist.

Ursprünglich sollte der „Golden Shop“ als „herausragende Buchhandlung“ mit 15.000 Euro vom Jury des Deutschen Buchhandlungspreises ausgezeichnet werden. Doch Weimer schloss den Laden – zusammen mit zwei weiteren – vom Wettbewerb 2026 aus. Seitdem erklärt Inhaberin Ausma Zvidrina, man werde die Werke des Ministers nicht mehr führen.

Trotz der Veränderungen lachte Zvidrina auf die Frage, ob das Redesign eine offizielle Distanzierung von linksextremen Positionen darstelle. Neu im Sortiment sind nun auch Tassen mit dem Aufdruck „The Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“.

Die Umgestaltung hat nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Buchhandlung verändert, sondern auch ihr Angebot. Die Zitate, das Porträt und die neuen Merchandise-Artikel markieren einen deutlichen Wandel ihres öffentlichen Images. Der Ausschluss vom Preis bleibt dabei ein zentraler Auslöser für diese Entwicklungen.

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