15 April 2026, 20:27

Geflüchtete erzählen in Schildgen: Vom Neuanfang zwischen Hoffnung und Herausforderungen

Gruppe von Menschen mit einem Banner "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen mit Stangen unter einem bewölkten Himmel.

Geflüchtete erzählen in Schildgen: Vom Neuanfang zwischen Hoffnung und Herausforderungen

Veranstaltung in Schildgen: Geflüchtete erzählen von ihrem Neuanfang in Deutschland

Am 28. November teilen zwei Geflüchtete im Himmel un Ääd in Schildgen ihre persönlichen Geschichten – darunter Habte Abrahle, der als Flüchtling aus Eritrea nach Deutschland kam. Im Mittelpunkt stehen ihre Wege von der Flucht bis zum gelungenen Neuanfang.

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Parallel zu den Vorträgen ist bis zum 6. Dezember eine Ausstellung mit 21 farbigen Porträts zu sehen, die Abrahle und andere Geflüchtete zeigen.

Habte Abrahles Weg nach Deutschland begann 2015 nach einer entbehrungsreichen Odyssee durch die Sahara. Eingepfercht in einen überfüllten Lastwagen litt er unter extremer Durst und Hunger, bis er Europa erreichte. Nach seiner Ankunft verbrachte er acht Monate in einem Zelt, gefolgt von vier weiteren Monaten in einem Frachtcontainer.

Die ersten Jahre in Deutschland waren geprägt von Herausforderungen, darunter rassistische Erfahrungen. Doch durch die Initiative Welcome to Schildgen fand Abrahle Unterstützung: Er besuchte Deutschkurse, erwarb das B1-Zertifikat und lernte einen Freiwilligen kennen, der ihm vier Jahre lang ein Zimmer vermietete. Trotz seiner Fortschritte arbeitete er hart, um Familie in Eritrea und Äthiopien finanziell zu unterstützen.

Mittlerweile hat Abrahle sein Leben neu aufgebaut. Nach Praktika als Bäcker und Greenkeeper auf einem Golfplatz fand er dort eine feste Anstellung. 2021 folgte seine Frau nach Deutschland, und das Paar hat inzwischen drei Kinder.

Die Veranstaltung am 28. November unter dem Titel "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" wird von Margret Grunwald-Nonte moderiert. Abrahle und ein weiterer Geflüchteter berichten über ihre Kämpfe und Erfolge – ein authentischer Einblick in Integration und Widerstandsfähigkeit.

Die Ausstellung und die Gesprächsrunde sollen die menschliche Seite von Migration zeigen. Abrahles Geschichte – von der Flucht aus Eritrea bis zum beruflichen Fußfassen und dem Familiennachzug – steht für Leid und Hoffnung zugleich. Beide, die Porträts und die Veranstaltung im Himmel un Ääd, sind noch bis zum 6. Dezember für die Öffentlichkeit zugänglich.

Quelle