Gefahrgutunfall-Übung in Mechernich-Kommern testet Einsatzkräfte unter Realbedingungen
Irmtrud BolzmannGefahrgutunfall-Übung in Mechernich-Kommern testet Einsatzkräfte unter Realbedingungen
Großübung im Zustellstützpunkt Mechernich-Kommern testet Einsatzkräfte bei Gefahrgutunfall
Eine Notfallübung im Zustellstützpunkt Mechernich-Kommern hat die Einsatzfähigkeit der Rettungskräfte bei einem Zwischenfall mit gefährlichen Stoffen auf die Probe gestellt. Bei der Simulation ging es um die Freisetzung eines weißen Pulvers sowie das Austreten einer Flüssigkeit, wodurch mehrere Mitarbeiter verletzt wurden. Rund 40 Einsatzkräfte nahmen an der fast zwei Stunden dauernden Übung teil.
Das Szenario begann, als ein Mitarbeiter mit einer verdächtigen Substanz in Kontakt kam, nachdem ein Umschlag weißes Pulver verlor und ein beschädigtes Paket Flüssigkeit austreten ließ. Kurz darauf brachen drei weitere Beschäftigte zusammen, als sich Dämpfe in der Briefsortieranlage ausbreiteten.
Die ersten Rettungskräfte der Feuerwehr Kommern trafen schnell ein. Sie retteten zwei Verletzte und sicherten das Gelände nach dem GAMS-Verfahren ab. Gleichzeitig wurde ein ABC-Zug – bestehend aus Spezialisten aus Mechernich und Zülpich – alarmiert, um die angenommenen Gefahrstoffe zu bewältigen.
An der Übung waren acht Einsatzfahrzeuge beteiligt, wobei der Fokus auf der Abstimmung zwischen den Teams lag. Zwei weitere Verletzte wurden im Gebäude lokalisiert und sicher ins Freie gebracht. Die Organisatoren bestätigten später, dass die Übung ihre Ausbildungsziele erreichte; die Ausbilder lobten die Leistung der Einsatzkräfte.
Nach fast zwei Stunden endete der Einsatz erfolgreich. Der Zustellstützpunkt, in dem täglich zwischen 20 und 25 Mitarbeiter beschäftigt sind, blieb während der Übung geschlossen. Die Rettungsdienste bestätigten, dass die Simulation die Einsatzbereitschaft für reale Gefahrgutvorfälle verbessert habe.






