Gedenktafel für NS-Aufarbeiter Dr. Ernst Schmidt in Essen enthüllt
Gedenktafel für Dr. Ernst Schmidt – eine Schlüsselfigur der Essener NS-Aufarbeitung – enthüllt
Am 12. Oktober 2025 wurde eine Gedenktafel zu Ehren von Dr. Ernst Schmidt feierlich enthüllt, der maßgeblich die Erinnerungskultur an die NS-Zeit in Essen geprägt hat. Die Zeremonie fand am Kuhlmannsfeld-Haus statt und würdigte sein Lebenswerk bei der Dokumentation der Stadtgeschichte während der NS-Diktatur.
Dr. Ernst Schmidt, geboren in Essen-Borbeck, widmete sich jahrzehntelang der Erforschung der Essener Vergangenheit – insbesondere der NS-Zeit. Seine Arbeit führte 1985 zur Schaffung des Erinnerungswegs „Essen erinnert“, ein Projekt, das bis heute die Auseinandersetzung der Stadt mit ihrer Geschichte prägt. Zudem gehörte er zu den Mitbegründern der Gedenk- und Dokumentationsstätte Alte Synagoge und verfasste zahlreiche Publikationen zu dieser Epoche.
Die von Bezirksvertretung IV finanzierte Tafel ist nun Teil des Erinnerungswegs „Essen erinnert“. Die Enthüllung wurde von Bezirksvertretung IV und dem Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv organisiert. Oberbürgermeister Rolf Fliß nahm an der Veranstaltung teil, um Schmidts Verdienste zu ehren.
Schmidts Wirken legte den Grundstein für Essens Umgang mit historischer Erinnerung. Seine Forschung und Initiativen sorgten dafür, dass die NS-Vergangenheit der Stadt für nachkommende Generationen sichtbar und zugänglich bleibt.
Die Tafel am Kuhlmannsfeld-Haus ist ein dauerhaftes Zeichen für Schmidts Engagement. Sein Erbe lebt weiter – im Erinnerungsweg und in der fortlaufenden Arbeit der Essener Archive. Die Stadt bewahrt damit ein bleibendes Andenken an seinen Beitrag zur Bewahrung ihrer Geschichte.






