11 April 2026, 02:25

Gedenkfeier für über 25.000 deportierte Jüdinnen und Juden aus dem Ruhrgebiet

Luftaufnahme des Holocaust-Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin, das zahlreiche rechteckige Betonsteine in einem Gittermuster zeigt.

Gedenkfeier für über 25.000 deportierte Jüdinnen und Juden aus dem Ruhrgebiet

Gedenkveranstaltung des Deutschen Riga-Komitees: Erinnerung an über 25.000 deportierte Jüdinnen und Juden

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Am 2. November hielt das Deutsche Riga-Komitee seine jährliche Gedenkfeier ab, um der mehr als 25.000 Jüdinnen und Juden zu gedenken, die während der NS-Zeit nach Riga deportiert wurden. Die meisten von ihnen wurden im Wald von Bikernieki ermordet. In diesem Jahr fand die Veranstaltung auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen statt, an der lokale Amtsträger sowie Angehörige der Opfer teilnahmen.

Im Mittelpunkt der Zeremonie stand das Schicksal von etwa 3.000 jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus dem Raum Recklinghausen, die von den Nationalsozialisten nach Riga verschleppt und dort getötet wurden. Unter den Opfern, derer besonders gedacht wurde, war Rolf Abrahamsohn aus Marl, dessen Sohn in diesem Jahr an der Gedenkveranstaltung teilnahm.

Thomas Terhorst, der neu gewählte Bürgermeister von Marl, nahm ebenfalls an der Feier teil. In seiner Rede betonte er die Verantwortung, das Gedenken an die Leidtragenden wachzuhalten. Die Stadtverwaltung Marl ist seit 2010 Mitglied im Deutschen Riga-Komitee.

Auch Bodo Klimpel, Landrat des Kreises Recklinghausen, und Mark Rosendahl, Bezirksleiter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), sprachen zu den Anwesenden. Die Gedenkveranstaltung findet traditionell am ersten Sonntag im November statt, um sicherzustellen, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

Die Veranstaltung vereinte Vertreter aus Politik, Familien der Überlebenden und Bürgerinnen und Bürger. Ihre Anwesenheit unterstrich das gemeinsame Bekenntnis, die Opfer der NS-Deportationen nicht zu vergessen. Das Deutsche Riga-Komitee setzt seine Arbeit fort, um der Ermordeten zu gedenken und künftige Generationen über diese Verbrechen aufzuklären.

Quelle