10 May 2026, 14:27

Fußball in Deutschland: Weniger Straftaten, aber mehr Pyrotechnik-Gewalt alarmiert Behörden

Schwarzes Bild eines Fußballspielers, der auf dem Boden liegt und von einer Gruppe Männer umgeben ist, mit einer Zuschauermenge im Hintergrund eines Stadions.

Fußball in Deutschland: Weniger Straftaten, aber mehr Pyrotechnik-Gewalt alarmiert Behörden

Verletzungen und Straftaten in Deutschlands Top-Fußballligen gehen zurück – doch Pyrotechnik-Missbrauch nimmt zu

In den drei höchsten deutschen Fußballligen sind vergangene Saison sowohl verletzungsbedingte Vorfälle als auch Straftaten rückläufig gewesen. Die Behörden verzeichneten 1.107 Verletzungen – ein Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch zeigen sich die Verantwortlichen besorgt über anhaltende Gewalt und den missbräuchlichen Einsatz von Pyrotechnik.

In der Spielzeit 2023/24 gab es 5.197 strafrechtliche Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Spielen, 22 Prozent weniger als im Jahr davor. Gleichzeitig stiegen Verstöße im Umgang mit Pyrotechnik jedoch um 73 Prozent auf 4.783 Fälle an. Durch solche Vorfälle wurden 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte verletzt.

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, bezeichnete die Verletzungenzahlen als „inakzeptabel“ und forderte konsequent Stadionverbote für gewalttätige Straftäter. Fanvereine wiesen die Darstellung einer flächendeckenden Gewalt jedoch als übertrieben und irreführend zurück.

Trotz der Bedenken zeigen die Daten: Ein Fußballspielbesuch ist nach wie vor deutlich sicherer als Großveranstaltungen wie das Oktoberfest. Die Stadien bleiben gut besucht, während Strafanzeigen und Verletzungen seit Jahren im Promillebereich liegen.

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Die aktuellen Zahlen zeichnen ein zwiespältiges Bild der Sicherheit im deutschen Fußball. Zwar gehen die Gesamtzahlen bei Verletzungen und Straftaten zurück, doch der starke Anstieg von Pyrotechnik-Missbrauch und Angriffen auf Sicherheitskräfte bleibt eine Herausforderung. Die Behörden drängen nun auf schärfere Maßnahmen, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Quelle