Frau verliert fünfstelligen Betrag durch WhatsApp-Anlagebetrug in Coesfeld
Irmengard SteinbergFrau verliert fünfstelligen Betrag durch WhatsApp-Anlagebetrug in Coesfeld
Eine 47-jährige Frau aus Coesfeld hat durch einen Anlagebetrug eine beträchtliche Geldsumme verloren. Das Opfer wurde dazu verleitet, Geld zu überweisen, nachdem es einer scheinbar professionellen WhatsApp-Gruppe beigetreten war, die hohe Renditen versprach. Die Behörden warnen nun andere davor, bei ähnlichen Angeboten vorsichtig zu sein.
Der Betrug begann, als die Frau einer WhatsApp-Gruppe hinzugefügt wurde, in der Anlageempfehlungen geteilt wurden. Die Gruppe gab sich seriös, versprach erhebliche finanzielle Gewinne und überzeugte die Frau davon, eine App der Firma „Quantalis Asset Management“ herunterzuladen. Daraufhin investierte sie einen Betrag im mittleren fünfstelligen Eurobereich.
Nach der ersten Überweisung wurde sie angewiesen, weitere Zahlungen auf verschiedene ausländische Konten zu leisten. Als sie später versuchte, auf ihr Geld zuzugreifen, war ihr der Zugriff verwehrt. Die Betrüger setzten sie unter Druck, eine zusätzliche hohe fünfstellige Summe zu überweisen – doch sie weigerte sich und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat inzwischen eine Warnung vor „Quantalis Asset Management“ herausgegeben. Die Polizei rät der Bevölkerung, Anlageanbieter vor Geldüberweisungen gründlich zu prüfen. Empfohlen wird, registrierte Adressen, rechtliche Strukturen und nachprüfbare Referenzen zu überprüfen. Die Behörden betonen zudem, dass Produktzertifizierungen weder Seriosität noch risikofreie Investitionen garantieren.
Um nicht Opfer zu werden, raten die Ermittler, sich Zeit zu nehmen, um Allgemeine Geschäftsbedingungen zu prüfen, Angebote zu vergleichen und unabhängige Finanzberater hinzuzuziehen. Sie warnen davor, Versprechungen über ungewöhnlich hohe Renditen zu vertrauen – oft ein klares Warnsignal für Betrug.
Der Fall der Frau zeigt die Gefahren unregulierter Anlageangebote. Die Polizei ruft weiterhin dazu auf, nur seriöse Finanzdienstleister zu nutzen und verdächtige Aktivitäten umgehend zu melden. Betroffene ähnlicher Betrugsfälle werden ermutigt, sich an die Behörden zu wenden, um Unterstützung zu erhalten.






