20 June 2026, 02:20

Fake-Rheinbahn-Tickets auf Facebook: Betrüger fischen nach Kreditkartendaten

Nein, die Rhein-Ruhr Verkehrsgesellschaft gibt keine 6-Monats-Tickets für 2,35 Euro weg

Fake-Rheinbahn-Tickets auf Facebook: Betrüger fischen nach Kreditkartendaten

Betrügerische Facebook-Seite lockt Nutzer mit gefälschten Billig-Tickets für Düsseldorf

Eine gefälschte Facebook-Seite ist als Betrugsmasche entlarvt worden, die Nutzer mit einem angeblichen Angebot für extrem günstige Fahrkarten in Düsseldorf ködern soll. In dem Posting wird behauptet, man biete für nur 2,35 Euro sechs Monate unbegrenztes Fahren an – unter dem Namen der Rheinbahn, des örtlichen Verkehrsbetriebs.

Die betrügerische Seite tauchte am 30. Juni 2025 auf und veröffentlichte kurz darauf ihren ersten irreführenden Beitrag. Darin heißt es, die Rheinbahn verkaufe anlässlich ihres angeblichen 25-jährigen Jubiläums 500 vorab bezahlte Karten zu stark ermäßigten Preisen. Wer auf den enthaltenen Link klickt, wird auf eine Website weitergeleitet, die zwar das Logo der Rheinbahn zeigt, aber keine rechtlichen Angaben enthält.

Dort wird Besuchern mitgeteilt, sie hätten in einem Gewinnspiel ein Ticket „gewonnen“. Um es zu erhalten, müssen sie Fragen beantworten und persönliche Daten preisgeben – darunter auch Kreditkartennummern. Ein Ticket wird jedoch nie ausgeliefert. Die Betrüger setzen zudem Bots ein, um die Glaubwürdigkeit des Beitrags zu erhöhen und ihn über Facebook-Werbung zu verbreiten.

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Die Rheinbahn hat bestätigt, dass das Angebot erfunden ist und das Jubiläum frei erfunden wurde. Während die offizielle Rheinbahn-Seite über 47.000 Follower zählt, hat die Fake-Seite gerade einmal zehn. Der Vorfall ist Teil eines größeren Trends: Weltweit gibt es mehr als 1.000 ähnliche Fälschungen, die sich als lokale Verkehrsanbieter ausgeben.

Die betrügerische Seite und die dazugehörige Website sind weiterhin aktiv und tricksen Nutzer aus, um an sensible Daten zu gelangen. Die Rheinbahn warnt die Öffentlichkeit, Angebote ausschließlich über die offiziellen Kanäle zu prüfen. Die Behörden beobachten unterdessen die zunehmende Zahl von Identitätsdiebstählen, die sich gegen Verkehrsunternehmen weltweit richten.

Quelle