Evonik korrigiert Quartalsprognose nach unten – doch Insider kaufen Aktien
Irmtrud BolzmannEvonik korrigiert Quartalsprognose nach unten – doch Insider kaufen Aktien
Evonik senkt Prognose für das dritte Quartal 2025
Der Chemiekonzern Evonik hat seine Finanzprognose für das dritte Quartal 2025 nach unten korrigiert und erwartet nun ein bereinigtes Betriebsergebnis (adjusted EBITDA) zwischen 420 und 460 Millionen Euro. Die Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen und eines kontinuierlichen Rückgangs des Aktienkurses in den vergangenen Monaten.
Trotz der schwierigen Lage haben kürzlich zwei Führungskräfte des Unternehmens Aktien gekauft – ein mögliches Signal für Vertrauen in die langfristigen Aussichten. Ursprünglich hatte Evonik für das Quartal ein bereinigtes EBITDA von 500 Millionen Euro prognostiziert. Die aktuelle Revision spiegelt jedoch eine schwächere als erwartete Performance wider: Im Vorquartal hatte das Unternehmen noch 577 Millionen Euro erwirtschaftet.
Die Evonik-Aktie befindet sich seit Wochen im Sinkflug, was bei Anlegern Sorgen auslöst. Analysten des AKTIONÄR raten davon ab, vorerst neue Investitionen zu tätigen, bis sich klarere Anzeichen einer Erholung sowohl in den Unternehmenszahlen als auch in den Markttrends abzeichnen.
Vor diesem Hintergrund rücken Insidergeschäfte in den Fokus: Claudine Mollenkopf, Mitglied des Vorstands von Evonik, erwarb kürzlich 6.500 Aktien im Wert von 95.875 Euro. Bereits im April hatte sie 5.000 und im August 6.000 Aktien gekauft. Gleichzeitig erwarb Thomas Wessel, der langjährige Personalvorstand des Konzerns, im August 2.999 Aktien.
Solche Käufe durch Führungskräfte deuten oft darauf hin, dass diese die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiver einschätzen als der aktuelle Aktienkurs vermuten lässt. Dennoch kämpft Evonik weiterhin mit der allgemeinen Abschwächung der Weltwirtschaft, die sich negativ auf Nachfrage und Rentabilität auswirkt.
Die herabgestufte Prognose stellt einen Rückschlag für Evonik dar, da die Gewinne nun unter den ursprünglichen Erwartungen liegen dürften. Zwar könnten die Insiderkäufe etwas Beruhigung bieten, doch bleibt die kurzfristige Perspektive des Unternehmens unsicher.
Anleger werden voraussichtlich auf weitere Stabilisierungssignale warten, bevor sie Entscheidungen treffen – sowohl die Marktbedingungen als auch die operative Performance stehen weiterhin unter Druck.






