Europäische Gurtkontrollen: Tausende Verstöße gegen die Anschnallpflicht entdeckt
Irmtrud BolzmannEuropäische Gurtkontrollen: Tausende Verstöße gegen die Anschnallpflicht entdeckt
Hammer Polizei beteiligte sich Anfang dieses Monats an einer europaweiten Kontrollwelle zur Gurtpflicht. Die unter dem Namen Aktion Anschnallen durchgeführte Maßnahme fand vom 9. bis 15. März im Rahmen der größeren ROADPOL-Initiative statt. Beamte überprüften Hunderte von Fahrzeugen, um sicherzustellen, dass Fahrer und Mitfahrer die gesetzlichen Vorgaben einhielten.
Während der einwöchigen Kampagne kontrollierte die Hammer Polizei 783 Fahrzeuge. Dabei wurden 73 Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt, die zu 69 Sofortstrafen führten. In vier Fällen erstatteten die Beamten Anzeige, weil Kinder nicht vorschriftsmäßig im Auto gesichert waren.
Die Aktion beschränkte sich nicht auf Hamm. Auch in anderen Regionen Deutschlands fanden ähnliche Kontrollen statt. Im Landkreis Stade wurden 430 Fahrzeuge überprüft – bei 24 Prozent der Fahrer oder Mitfahrer war der Sicherheitsgurt nicht angelegt. Gelsenkirchen verzeichnete 52 Verstöße gegen die Gurtpflicht, darunter 29 Fälle, in denen Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert waren. In Südhessen kontrollierten die Behörden 1.092 Fahrzeuge und stellten dabei 328 Gurtverstöße fest. Mönchengladbach führte am Hauptkontrolltag 266 Fahrzeugüberprüfungen durch, während in Hagen 685 Fahrzeuge angehalten wurden – hier wurden 46 unangeschnallte Personen und 11 ungesicherte Kinder registriert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Einhaltung der Gurtpflicht in verschiedenen Regionen weiterhin ein Problem darstellt. Die Polizei betonte erneut die Bedeutung des Anschnallens und der korrekten Kindersicherung. Ziel der Aktion war es, durch die Durchsetzung bestehender Sicherheitsvorschriften die Risiken im Straßenverkehr zu verringern.