09 June 2026, 02:21

EU führt ab Oktober 2025 strenge Empfängerprüfung gegen Zahlungsbetrug ein

Wie die IBAN-Prüfung ab Oktober funktioniert

EU führt ab Oktober 2025 strenge Empfängerprüfung gegen Zahlungsbetrug ein

Neue EU-Regel gegen Zahlungsbetrug tritt im Oktober 2025 in Kraft

Ab Oktober 2025 gilt in der gesamten EU eine neue Vorschrift zur Bekämpfung von Zahlungsbetrug: die sogenannte Empfängerprüfung (Verification of Payee, VoP). Sie verpflichtet Banken, vor der Ausführung von Überweisungen zu überprüfen, ob der Name des Empfängers mit den Kontodaten übereinstimmt. Ziel der Regelung ist es, Betrugsfälle zu reduzieren, bei denen Kriminelle Gelder abfangen, die eigentlich für legitime Empfänger bestimmt sind.

Strengere Kontrollen ab dem 9. Oktober Ab dem 9. Oktober müssen alle Finanzinstitute vor der Freigabe einer Zahlung den Namen des Empfängers mit der IBAN abgleichen. Stimmen die Angaben überein, wird die Überweisung wie gewohnt ausgeführt. Bei Abweichungen erhält der Kunde eine Warnung und muss selbst entscheiden, ob er die Transaktion trotzdem durchführen möchte.

Häufig locken Betrüger ihre Opfer mit gefälschten E-Mails, Scheinjobangeboten oder anderen Täuschungsmanövern dazu, Geld auf falsche Konten zu überweisen. Viele Betrugsmaschen zielen darauf ab, Zahlungen, die für echte Empfänger bestimmt sind, auf die Konten von Kriminellen umzuleiten. Künftig tragen Kunden, die Warnhinweise ignorieren und eine Überweisung trotzdem ausführen, die volle Verantwortung für etwaige Verluste.

Erstattung nur bei nachweisbarer Sorgfalt Banken und Sparkassen werden Opfer von Betrug nur dann entschädigen, wenn diese nachweisen können, dass sie alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben und keine Schuld trifft. Bisher ermöglicht eine rechtliche Grauzone es Betrügern oft, gestohlene Gelder kaum zurückverfolgen zu lassen. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin ruft Verbraucher dazu auf, beim Weitergeben sensibler Kontodaten besonders wachsam zu sein.

Echtzeit-Überweisungen ab 2025 – Fluch und Segen zugleich Mit der VoP-Regelung werden ab Oktober 2025 auch Echtzeit-Überweisungen eingeführt, die die üblichen Bearbeitungsverzögerungen entfallen lassen. Zwar beschleunigt dies legitime Zahlungen, doch könnte es gleichzeitig schwieriger werden, betrügerische Transaktionen zu stoppen, sobald sie eingeleitet wurden.

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Mehr Eigenverantwortung für Kunden Die neue VoP-Verordnung verlagert mehr Verantwortung auf die Kunden, die Zahlungsdaten vor einer Überweisung genau prüfen müssen. Banken kommen nur dann für Verluste auf, wenn Opfer nachweisen können, dass sie mit der gebotenen Sorgfalt gehandelt haben. Die Änderungen sollen Betrug eindämmen – setzen aber voraus, dass Verbraucher wachsam bleiben, um finanzielle Schäden zu vermeiden.

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