05 April 2026, 00:32

Erbstreit bei Veltins: Carl Clemens scheitert vor Gericht und verliert Prozesskostenhilfe

Ein vergilbtes altes Buch mit einem Stempel auf seinem Cover, der den Text 'Drummond's State Lottery Office' zeigt.

Gericht lehnt Prozesskostenhilfe im Veltins-Erbschaftsstreit ab - Erbstreit bei Veltins: Carl Clemens scheitert vor Gericht und verliert Prozesskostenhilfe

Carl Clemens Veltins, der jüngste Bruder der Veltins-Brauerdynastie, hat in seinem Erbstreit eine weitere juristische Niederlage erlitten. Das Oberlandesgericht Hamm (OLG) lehnte seinen Antrag auf Prozesskostenhilfe ab, mit der er eine Revision gegen seine Schwestern finanzieren wollte. Mit diesem aktuellen Urteil bleiben ihm nun nur noch zwei Wochen, um über sein weiteres Vorgehen zu entscheiden.

Im Mittelpunkt des Streits stehen ein Testament aus dem Jahr 1994 und die Kontrolle über die Veltins-Brauerei, ein Familienunternehmen, das 1870 gegründet wurde und heute in mehr als 40 Ländern tätig ist.

Die Entscheidung des OLG folgt einem früheren Urteil des Landgerichts Arnsberg, das Veltins' Klage gegen seine Schwestern abgewiesen hatte. Das Gericht sah keine Berechtigung in seinen Ansprüchen und bestätigte die Gültigkeit des Testaments seiner Mutter. Das streitige Erbe wird laut einer Bewertung von diesem Sommer auf rund 30 Millionen Euro geschätzt.

Veltins hatte argumentiert, er habe kurz nach seinem 18. Geburtstag auf seinen gesetzlichen Pflichtteil verzichtet. Er forderte einen angemessenen Anteil am Erbe sowie eine Entschädigung für die jahrzehntelange Führung der Brauerei durch seine Mutter. Das OLG schloss sich jedoch der Einschätzung der Vorinstanz an und erklärte, seine Revision habe keine Aussicht auf Erfolg.

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In einer Pressemitteilung erwähnte das Gericht einen Erbstreit und eine Klage gegen die eingesetzten Erben, nannte Veltins jedoch nicht namentlich. Sollte er innerhalb von zwei Wochen keinen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand stellen, muss er die Revisionskosten selbst tragen.

Die Veltins-Brauerei, die ihren Sitz in Meschede hat, hat sich seit den 1990er-Jahren considerably erweitert. Heute exportiert das Unternehmen Bier in über 40 Länder und unterhält Tochtergesellschaften in den USA, China und mehreren europäischen Staaten. Durch die globale Expansion hat sich die Brauerei zu einem der bedeutenden Akteure der Branche entwickelt.

Diese juristische Rückschläge markieren ein weiteres Kapitel im langjährigen Familienkonflikt um die Zukunft der Brauerei und die Verteilung des Vermögens.

Das Urteil des OLG lässt Carl Clemens Veltins nur noch begrenzte Handlungsmöglichkeiten. Entweder muss er innerhalb der Frist einen Antrag auf Wiedereinsetzung stellen oder die finanziellen Lasten eines weiteren Rechtsstreits selbst tragen. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, ob der Streit um das 30-Millionen-Erbe und die Kontrolle über die Brauerei eine endgültige Lösung findet.

Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb der Familie Veltins über das Erbe ihres international renommierten Unternehmens.

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