18 June 2026, 12:26

Düsseldorf verzichtet auf Milliarden-Neubau und setzt auf Opernhaus-Sanierung

Es gibt immer noch den bescheidenen Modernismus im Osten und Westen

Düsseldorf verzichtet auf Milliarden-Neubau und setzt auf Opernhaus-Sanierung

Düsseldorf hat die Pläne für ein neues, von Snøhetta entworfenes Opernhaus im Wert von 1,8 Milliarden Euro aufgegeben. Stattdessen wird die Stadt ihr bestehendes Nachkriegsgebäude im Hofgarten modernisieren. Die Entscheidung folgt auf stark gestiegene Kosten und die Rückübertragung des geplanten Baugrunds an die Stadt für 137 Millionen Euro.

Das Vorhaben, das Düsseldorfer Opernhaus zu ersetzen, begann mit großen Ambitionen. Snøhettas Entwurf wurde ausgewählt, doch die Ausgaben stiegen rasant auf 1,8 Milliarden Euro an. Dies zwang die Stadt, den Bau zu stoppen und ihre Strategie zu überdenken.

Oberbürgermeister Stephan Keller unterstützt nun die Modernisierung des aktuellen Bonatz-Baus, wobei die Kosten auf 400 bis 500 Millionen Euro geschätzt werden. Alternative Vorschläge wie der „Blue-Green Ring“ des Büros raumwerk sehen vor, das Gebäude von 1956 mit einer zweiten Hülle zu umschließen. Dadurch würde das Foyer erweitert und die Kapazität um 25 Prozent erhöht. Zudem soll die Oper visuell mit nahegelegenen Kulturstätten wie der Kunsthalle und der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen verknüpft werden.

Unterdessen gab es in Rostock eine eigene Theaterkontroverse. Die regierende CDU schlug vor, das 1943 erbaute Volkstheater abzureißen, um Platz für neue Wohnungen zu schaffen. Doch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin stellte das Gebäude unter Schutz und verhinderte so den Abriss. Das Architekturbüro Hascher Jehle errichtet nun für 208 Millionen Euro ein neues Theater in Rostock – mit der Erwartung, dass die Kosten weiter steigen werden.

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Düsseldorfs Opernhausprojekt hat sich damit von einem teuren Neubau zu einer umfassenden Sanierung gewandelt. Die bestehende Struktur wird aufgewertet, was Kosten spart und gleichzeitig ihre kulturelle Bedeutung bewahrt. In Rostock bleibt das unter Denkmalschutz stehende Volkstheater erhalten, während in der Nähe ein neues Theater entsteht.

Quelle