Duisburg gedenkt der Novemberpogrome 1938 mit Schweigemarsch und Feierstunde
Irmengard SteinbergDuisburg gedenkt der Novemberpogrome 1938 mit Schweigemarsch und Feierstunde
Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome in Duisburg
Eine Gedenkfeier erinnert am 10. November in Duisburg an den 85. Jahrestag der Novemberpogrome 1938. Die von lokalen Behörden und Kulturvereinen organisierte Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Rathaus. Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Stadt gestalten das Programm mit und ehren die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.
Im Rathaus stehen Reden und musikalische Beiträge auf dem Programm. Bürgermeister Sören Link widmet seine Ansprache dem Thema "Füreinander einstehen". Für den musikalischen Rahmen sorgen Schülerinnen und Schüler des St.-Hildegardis-Gymnasiums.
Im Anschluss an die Feier führt ein Schweigemarsch zur hinteren Stadtmauer am Kuhlenwall. Angeführt von Bürgermeister Link passiert der Zug die Stolpersteine – jene Messingplatten im Gehweg, die an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Unterwegs wird ein Kranz an der Mauer niedergelegt.
Am Marsch beteiligen sich Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Gesamtschule, des Krupp-Gymnasiums und weiterer Duisburger Schulen. Zudem nehmen Vertreter der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft teil. Aufgrund laufender Ausgrabungsarbeiten bleibt die Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg für die Öffentlichkeit gesperrt.
Die Veranstaltung vereint Schulen, zivilgesellschaftliche Gruppen und offizielle Vertreter, um an die Gewalt von 1938 zu erinnern. Der Schweigemarsch und die Feierstunde sollen die Opfer ehren und zugleich die Bedeutung von Solidarität unterstreichen. Die Organisatoren haben ein Programm aus Reflexion, Musik und gemeinsamem Gedenken vorbereitet.






