07 May 2026, 22:25

Drohnenbranche braucht klare Regeln statt pauschaler Verbote – ein Fünf-Punkte-Plan

MQ-9 Reaper Unmanned Aerial Vehicle (UAV) in einer Halle mit einer Kiste auf dem Boden und einem Fahrzeug auf der rechten Seite.

Drohnenbranche braucht klare Regeln statt pauschaler Verbote – ein Fünf-Punkte-Plan

Norman Koerschulte, Geschäftsführer von Morpheus Logistics, fordert klarere Regeln für den Drohnenbetrieb in Deutschland. Statt pauschaler Verbote plädiert er für strukturierte Maßnahmen, die Sicherheit und Branchenwachstum in Einklang bringen. Seine Vorschläge kommen zu einer Zeit, in der Drohnen zunehmend in Bereichen wie medizinischem Transport und Logistik eingesetzt werden.

Koerschulte betont die positiven Auswirkungen professioneller Drohnenflüge, etwa bei lebensrettenden Einsätzen oder der Optimierung von Lieferketten. Gleichzeitig kritisiert er, dass die öffentliche Debatte oft zu stark auf Risiken und Vorfälle fokussiert sei – statt auf die Chancen der Technologie.

Sein Fünf-Punkte-Plan zielt darauf ab, legale Drohnenbetreiber zu stärken. Dazu gehören ein zentrales Drohnenregister, ein nationales Sicherheitsleitzentrum, ein standardisiertes Meldesystem, eine Aufklärungskampagne für die Öffentlichkeit sowie eine Pflicht zur elektronischen Kennzeichnung jeder Drohne. Ein digitales Meldesystem würde Echtzeit-Erfassungen von Drohnensichtungen ermöglichen, verknüpft mit einer zentralen Auswertungsstelle.

Für mehr Transparenz schlägt Koerschulte eine fälschungssichere elektronische Sichtbarkeit aller Drohnen vor. Dies soll ein modernes Luftverkehrsmanagement unterstützen, da der Drohnenverkehr in den kommenden zehn Jahren deutlich zunehmen werde. Dabei erwartet er vom Staat eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Branchenzukunft.

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Morpheus Logistics, Deutschlands erste zertifizierte Drohnen-Airline, setzt bereits heute auf strenge Sicherheitsstandards. Dazu zählen Echtzeit-Flugüberwachung, Notfallsysteme und erprobte Reaktionsprotokolle. Das Unternehmen verfügt über eine SAIL-III-Zulassung und transportiert unter behördlicher Genehmigung medizinische Proben und Ersatzteile.

Langfristig strebt Koerschulte eine gemeinsame Strategie für den deutschen Luftraum bis 2030 an. Er ruft Regulierungsbehörden, Betreiber und die Öffentlichkeit zur Zusammenarbeit auf, um Vertrauen und Transparenz zu schaffen.

Mit seinen Vorschlägen will Koerschulte eine sicherere und besser regulierte Drohnenbranche in Deutschland etablieren. Sein Fokus auf Echtzeit-Tracking, Aufklärung und verpflichtende Identifikation spiegelt die wachsende Komplexität des Drohnenverkehrs wider. In den nächsten Jahren werden Staat und Privatwirtschaft vermutlich eng zusammenarbeiten, um diese Veränderungen umzusetzen.

Quelle