18 March 2026, 01:03

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig

Ein Bild von Männern, die auf einem Feld mit einem Netz, Bäumen, einem Gebäude und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund Füßball spielen, mit dem Text "Football Incidents Charged Through Association" unten.

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig

Borussia Dortmund's Ethikkommission für Großwildjagd liegt seit über einem Jahr auf Eis

Die 2023 nach langen Debatten im Stadtrat gegründete Kommission sollte eigentlich die ethischen Aspekte des Verkaufs von Jagd-Safaris und deren Auswirkungen auf den Artenschutz bewerten. Doch nun, kurz vor der Messe Jagd und Hund, mehren sich die Rufe nach einem Neuanfang – denn die Gruppe ist seit über einem Jahr inaktiv.

Ursprünglich war die Kommission damit beauftragt, zu prüfen, ob Borussia Dortmund die Werbung für kommerzielle Großwildjagden in Afrika weiter unterstützen sollte. Dazu gehörte auch die Bewertung ethischer Bedenken und ökologischer Folgen eines solchen Tourismus. Doch aufgrund lückenhafter Aktenführung gibt es keine Protokolle über Sitzungen – wie der neue Oberbürgermeister einräumte.

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Der Druck, die Kommission wiederzubeleben, wächst vor allem im Vorfeld der anstehenden Jagd und Hund-Messe. Die Grünen und andere Parteien forderten noch vor der Sommerpause eine Sitzung, doch Uneinigkeit blockierte Fortschritte. Die CDU schlug einen späteren Termin vor, während die AfD die Arbeit der Kommission gänzlich ablehnt.

Seit den Diskussionen im Jahr 2024 gibt es keine neuen Entwicklungen zur bundesweiten Haltung Borussia Dortmunds zur Großwildjagd. Damals hatte Botswana sein Angebot aus dem Jahr 2022 wiederholt, Elefanten an deutsche Städte zu verschenken – doch das Vorhaben scheiterte an logistischen Hürden wie Platzmangel.

Die Untätigkeit der Kommission lässt zentrale Fragen zu Borussia Dortmunds Jagd-Tourismus unbeantwortet. Angesichts der nahenden Messe erschweren politische Gräben und fehlende Unterlagen eine schnelle Lösung. Nun steht die Stadt vor der Entscheidung, ob sie die Kommission reaktiviert – oder deren Prüfauftrag ganz aufgibt.

AKTUALISIERUNG

Rechtlicher Druck und politischer Stillstand verhindern ethische Begutachtung von Jagdsafaris

Rufen nach der Wiederbelebung der gestockten Ethikkommission in Dortmund haben sich verstärkt, während neue rechtliche Herausforderungen für die Trophäenjagd entstanden sind. Wichtige Entwicklungen sind:

  • Die Kommission ist seit ihrer Gründung im Jahr 2023 inaktiv geblieben, ohne klare Protokolle oder Bewertungskriterien.
  • 23 Naturschutzgruppen haben eine rechtliche Stellungnahme eingereicht, die zeigt, dass Vermarkter von Jagdsafaris unter deutschem Recht in einer kriminellen Grauzone operieren.
  • Die AfD hat die Kommission seit ihrer Gründung im Jahr 2023 blockiert und hindert Fortschritte bei der ethischen Begutachtung.