27 June 2026, 02:29

Dieter Nuhrs Femizid-Äußerungen lösen Shitstorm und Debatte über Gewalt gegen Frauen aus

Hunderte von Femiziden: Dieter Nuhr sieht 'praktisch null' Gefahr f"ur Frauen

Dieter Nuhrs Femizid-Äußerungen lösen Shitstorm und Debatte über Gewalt gegen Frauen aus

Der Komiker Dieter Nuhr hat heftige Kritik für Äußerungen in einer jüngsten Fernsehsendung geerntet. In einem Facebook-Post nahm er nun zu den Vorwürfen Stellung und präzisierte seine Haltung zu Femiziden in Deutschland. Im Mittelpunkt der Debatte stehen seine Verwendung von Statistiken und seine Wortwahl zum Thema Gewalt gegen Frauen.

In der Sendung Nuhr im Ersten XXL vom 18. Juni sprach Nuhr über die Zahl der Femizide in Deutschland. Dabei bezog er sich auf Daten des Bundeskriminalamts (BKA), wonach jährlich etwa 300 bis 350 Mädchen und Frauen getötet werden. Für das Jahr 2024 verzeichnete das BKA 328 solche Fälle.

In seiner Facebook-Stellungnahme wies Nuhr den Vorwurf zurück, er habe Femizide jemals verharmlost. Er betonte, er habe niemals Witze über das Thema gemacht – und werde dies auch nie tun. Zudem argumentierte er, das Risiko, in einer Beziehung mit einem Femizid-Täter zu sein, sei extrem gering.

Nuhr kritisierte, was er als „völlig überzogene, pauschale Verunglimpfung“ von Männern bezeichnete. Besonders ging er auf den Begriff „strukturell“ ein und lehnte dessen Verwendung ab, um eine kollektive Schuldzuweisung vorzunehmen. Gleichzeitig schlug er vor, dass eine bessere Kenntnis des Partners vor intimen Beziehungen die Sicherheit erhöhen könnte.

Die Kontroverse zeigt die anhaltenden Diskussionen über Sprache und Statistiken in der Debatte um Gewalt gegen Frauen. Nuhrs Äußerungen und seine spätere Klarstellung haben die öffentliche Aufmerksamkeit weiter verschärft. Die offiziellen Zahlen bestätigen, dass Femizide in Deutschland ein ernstzunehmendes Problem bleiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle