21 March 2026, 16:47

Collien Fernandes klagt gegen Ex-Mann wegen Deepfake-Pornos – und entfacht Debatte über digitale Gewalt

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes im Anzug und mit Krawatte mit zentriertem Text und Logo, das einen Ausschnitt über politische Verhaltensweisen und Integrität enthält.

Collien Fernandes klagt gegen Ex-Mann wegen Deepfake-Pornos – und entfacht Debatte über digitale Gewalt

Schauspielerin Collien Fernandes hat in Spanien rechtliche Schritte gegen ihren Ex-Mann, Christian Ulmen, eingeleitet – wegen deepfake-pornografischer Videos. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das wachsende Problem digitaler Gewalt und die Schwächen der aktuellen deutschen Gesetzgebung. Eine 40-seitige Klageschrift, Ende 2025 eingereicht, liegt derzeit noch beim Amtsgericht Palma de Mallorca vor.

Fernandes entschied sich für Spanien, da das Land strengere rechtliche Schutzmechanismen gegen Deepfakes und digitale Misshandlung bietet. Ihre Entscheidung findet Rückhalt bei Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, die dringende Reformen bei der Ahndung solcher Straftaten fordert.

In ihrer Klage wirft Fernandes Ulmen vor, gefälschte pornografische Inhalte sowie Fake-Profile unter ihrem Namen erstellt zu haben. Der Fall zeigt die Hürden auf, mit denen Betroffene konfrontiert sind, wenn sie nach digitalen Rechtsverletzungen Gerechtigkeit suchen. Neubaur betonte, das deutsche Rechtssystem hinkte hinterher und lasse Lücken, die das Ausmaß von Deepfake-Missbrauch nicht angemessen erfassen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Neubaur bezeichnete Fernandes als "eine mutige Frau", deren öffentliches Eintreten andere ermutigen könnte, sich zu äußern. Sie warnte, Deepfakes seien längst kein Einzelfall mehr, sondern eine flächendeckende Bedrohung, die schnelleres legislatives Handeln erfordere. Die aktuellen Gesetze, so ihre Kritik, stufen digitale Gewalt nicht mit der gleichen Schwere ein wie körperliche Straftaten.

Um das Problem zu bekämpfen, schlug Neubaur Reformen des Sexualstrafrechts vor, die gleiche Strafen für digitale wie für physische Übergriffe vorsehen. Zudem sprach sie sich für spezialisierte Gerichte aus, die sich mit sexualisierter Gewalt befassen – sowohl online als auch offline – nach Vorbild von Ländern wie Spanien. Solche Maßnahmen, so Neubaur, würden bestehende rechtliche Grauzonen schließen und Opfern besseren Schutz bieten.

Der Fall wird weiterhin in Spanien geprüft, wo strengere Gesetze Fernandes bessere Chancen auf Gerechtigkeit einräumen. Neubauers Forderungen nach Reformen zielen darauf ab, die deutsche Politik zum Handeln zu bewegen und den Schutz vor digitaler Gewalt zu modernisieren. Ohne Änderungen könnten Opfer von Deepfake-Verbrechen weiterhin auf erhebliche Hindernisse stoßen, wenn sie rechtliche Schritte einleiten wollen.

Quelle