China überholt Europa: Wie sich der Markt für Kunststoffmaschinen radikal verändert
Irmtrud BolzmannChina verkauft deutlich mehr Maschinen für die Kunststoffproduktion - China überholt Europa: Wie sich der Markt für Kunststoffmaschinen radikal verändert
Der globale Markt für Kunststoff- und Kautschukmaschinen entwickelt sich rasant – mit China, das mittlerweile bei den Verkäufen führend ist. Europas Anteil ist auf 43 Prozent gesunken, während Deutschland nach wie vor der größte Akteur auf dem Kontinent bleibt. Diese Verschiebungen fallen in eine Phase, in der sich die Branche auf die K-Messe in Düsseldorf vorbereitet, die am 15. Oktober beginnt.
Chinas Dominanz in diesem Sektor hat sich seit dem Jahr 2000 dramatisch verstärkt. Damals lag der Marktanteil des Landes bei nur vier Prozent. Bis 2024 ist dieser Wert auf 32 Prozent explodiert. Gleichzeitig ist der Anteil der USA im gleichen Zeitraum von 18 auf sieben Prozent gefallen.
Europa behält zwar noch eine bedeutende, aber schrumpfende Position und kommt derzeit auf 43 Prozent der weltweiten Verkäufe. Deutschland allein produziert etwa die Hälfte der europäischen Ausbringung – der Gesamtwert der Kunststoff- und Kautschukmaschinen des Kontinents belief sich 2023 auf 17,7 Milliarden Euro.
Die K-Messe, die vom 15. bis 22. Oktober stattfindet, wird rund 3.200 Aussteller zusammenbringen. Über 180.000 Besucher werden zum Branchentreff in Düsseldorf erwartet. Die Messe findet zu einer Zeit statt, in der die Industrie unter wachsendem Druck steht, nachhaltigere Praktiken zu übernehmen. 2023 machten kreislauffähige Materialien etwa 20 Prozent der Kunststoffproduktion aus – vor allem durch mechanisches Recycling.
In Deutschland kommen Kunststoffe in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Rund 30 Prozent entfallen auf Verpackungen, 24 Prozent auf den Bausektor und weitere 11 Prozent auf die Fahrzeugproduktion.
Die K-Messe wird sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen der Kunststoff- und Kautschukmaschinenbranche in den Fokus rücken. Angesichts des wachsenden Marktanteils Chinas und des schwindenden Einflusses Europas bietet die Veranstaltung eine zentrale Plattform für Branchenführer. Zudem wird die Ausrichtung auf Recycling und Kreislaufmaterialien die künftigen Entwicklungen prägen.






