05 June 2026, 18:51

BVB bricht nach alten Vorwürfen sexueller Belästigung alle Kontakte ab

Borussia Dortmund äußert sich zu Vorwürfen von sexuellem Missbrauch gegen ehemaligen Mitarbeiter

Borussia Dortmund äußert sich zu Vorwürfen von sexuellem Missbrauch gegen ehemaligen Mitarbeiter - BVB bricht nach alten Vorwürfen sexueller Belästigung alle Kontakte ab

Borussia Dortmund hat sich zu langjährigen Vorwürfen sexueller Belästigung gegen einen ehemaligen Mitarbeiter geäußert. Die Anschuldigungen wurden erstmals 2010 bekannt, beziehen sich jedoch auf Vorfälle, die sich angeblich vor mehr als zwei Jahrzehnten ereignet haben sollen. Der Verein bestätigte nun, nach weiteren Meldungen im Jahr 2023 Maßnahmen ergriffen zu haben.

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Die Vorwürfe kamen auf, als 2010 ein Anwalt eines Opfers den BVB kontaktierte. Demnach soll ein ehemaliger Angestellter in den 1990er-Jahren unangemessene Annäherungsversuche gegenüber einem erwachsenen Nachwuchsspieler unternommen haben. Damals beauftragte der Verein ein Vorstandsmitglied mit der Untersuchung des Falls.

Der Beschuldigte hat die Vorwürfe stets bestritten. Es wurde nie Anzeige erstattet, und das Verfahren kam nicht vor Gericht. 2023 erreichte den BVB jedoch eine weitere Meldung, die denselben ehemaligen Mitarbeiter betraf.

Als Reaktion kündigte der Verein die verbleibenden beruflichen Verbindungen und sorgte für dessen Abgang. Zuerst berichtete Bild am Sonntag über den Fall, ohne jedoch den Namen des Beschuldigten zu nennen. Der BVB verwies zudem auf seine bestehenden Schutzmaßnahmen, darunter ein 2019 eingeführtes Präventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt. Dieses umfasst externe und anonyme Meldestellen für Betroffene.

Der Verein betonte erneut, solche Fälle mit aller Konsequenz zu behandeln. Der Beschuldigte bleibt zwar frei, die Vorwürfe zurückzuweisen, doch der BVB hat sämtliche berufliche Verbindungen abgebrochen. Das seit 2019 geltende Schutzkonzept bietet weiterhin Meldemöglichkeiten für alle, die von ähnlichen Vorfällen betroffen sind.

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