"Bürgerkoffer" bringt Behördenservice direkt zu mobilitätseingeschränkten Menschen
Gisbert Huhn"Bürgerkoffer" bringt Behördenservice direkt zu mobilitätseingeschränkten Menschen
Mobildienst für schwer mobilitätseingeschränkte Bürger feiert erstes Jahr
Ein mobiler Service für Einwohner mit schweren Bewegungseinschränkungen hat sein erstes Betriebsjahr erfolgreich abgeschlossen. Unter dem Namen „Bürgerkoffer“ bringt die Initiative wichtige Verwaltungsdienstleistungen direkt zu denen, die Behörden nicht persönlich aufsuchen können. Bisher wurden bereits Hunderte von Anträgen in der gesamten Stadt bearbeitet.
Der „Bürgerkoffer“ arbeitet mit einem dreiköpfigen Team, das in einem speziell ausgestatteten Fahrzeug unterwegs ist. An Bord befinden sich Laptop, Drucker, Scanner, ein Fingerabdrucksensor und eine Kamera – alles, was für die sofortige Bearbeitung von Anträgen nötig ist, von Ausweisdokumenten bis hin zu Ummeldungen.
In den vergangenen zwölf Monaten hat das Team 721 Termine durchgeführt. Dazu gehörten die Ausstellung von 409 Personalausweisen, mehreren Pässen sowie die Bearbeitung von 91 Umzügen. Der Service bleibt für alle Nutzer kostenfrei.
Ansprechberechtigt sind Personen mit schweren – dauerhaften oder vorübergehenden – Bewegungseinschränkungen. Auch Bewohner von Pflege- und Betreuungseinrichtungen können den Dienst in Anspruch nehmen. Buchungen erfolgen über das städtische Serviceportal oder über das ServiceCenter Essen.
Der „Bürgerkoffer“ bietet eine praktische Lösung für Bürger mit Mobilitätseinschränkungen. Durch die Erledigung von Behördengängen zu Hause entfällt die Notwendigkeit, persönlich vorstellig zu werden. Der Service wird kontinuierlich ausgebaut und unterstützt damit diejenigen, die ihn am dringendsten benötigen.






