05 June 2026, 12:29

Bundesrat verschärft Tierschutzregeln für Lebendtiertransporte in Drittstaaten

Tierwohl im Tiertransport: Bundesrat setzt Berlin unter Druck

Bundesrat verschärft Tierschutzregeln für Lebendtiertransporte in Drittstaaten

Der Bundesrat hat eine klare Position zur Verbesserung des Tierschutzes bei Lebendtiertransporten bezogen. Am 26. September 2025 verabschiedete er einen Beschluss, der strengere Regeln für den Transport von Nutztieren in Länder außerhalb der EU fordert. Der Schritt folgt auf wiederholte Berichte über schwere Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen bei solchen Lieferungen.

In dem Beschluss werden anhaltende Bedenken hinsichtlich der Behandlung von Tieren thematisiert, die in bestimmte Drittstaaten exportiert werden. Frühere Fälle haben gezeigt, dass Tierschutzstandards missachtet wurden, und Beamte warnen, dass sich ähnliche Vorfälle wiederholen könnten. Um dem entgegenzuwirken, verlangt der Bundesrat, dass künftige tierärztliche Gesundheitsbescheinigungen klare Tierschutz-Kriterien enthalten.

Gleichzeitig stellt der Bundesrat infrage, ob die Entscheidung der EU aus dem Jahr 2023, bilaterale tierärztliche Bescheinigungen für den Export von Zuchttieren zurückzuziehen, tatsächlich Wirkung zeigt. Der neue Beschluss drängt auf schärfere Maßnahmen, darunter die Forderung, dass die EU Transporte nur noch in Länder erlauben soll, die den Terrestrischen Tierschutzcode der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) einhalten.

Darüber hinaus fordert der Bundesrat rechtlich verbindliche EU-weite Vorschriften für Tiertransporte. Nach den geplanten Regeln würde die EU-Kommission die Befugnis erhalten, bei festgestellten Tierschutzverstößen Untersuchungen einzuleiten und Transporte zu verbieten.

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Der Beschluss legt konkrete Schritte fest, um die Kontrolle von Lebendtierexporten zu verschärfen. Werden die Maßnahmen auf EU-Ebene übernommen, würden sie Transporte in Länder einschränken, die Tierschutzstandards nicht erfüllen. Zudem erhielte die Kommission erweiterte Kompetenzen, um problematische Lieferungen zu stoppen.

Quelle