"Berlin ist Kultur" kämpft um mehr Aufmerksamkeit im Wahlkampf 2024
Janos Neureuther"Berlin ist Kultur" kämpft um mehr Aufmerksamkeit im Wahlkampf 2024
„Berlin ist Kultur“-Initiative startet Aktionswoche für mehr Kultur im Wahlkampf
Die Initiative „Berlin ist Kultur“ hat eine Aktionswoche gestartet, um kulturelle Themen in den Mittelpunkt des Berliner Wahlkampfs zu rücken. Bei der Auftaktveranstaltung traten prominente Vertreter aus Kunst und Lokalpolitik auf. Mit dem Slogan #deineStimmefürKultur ruft die Kampagne die Wähler auf, Kultur vor der Wahl am 20. September zur Priorität zu machen.
Bei der Eröffnungsveranstaltung zeigten Katharina Marg von der Linken sowie Ronja Losert und Bertram von Boxberg von den Grünen ihre Unterstützung. Andere Berliner Politiker blieben der Veranstaltung fern. Oliver Reese, künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles, kritisierte die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich als schweren Fehler.
Reese berichtete von einem prägenden Erlebnis: Ein Theaterbesuch mit 14 Jahren in Paderborn habe sein Leben verändert. Zudem wies er auf die drohende Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße wegen Haushaltskürzungen hin. Gabi Dan Droste, Leiterin des FELD Theaters, zog einen drastischen Vergleich und verglich die Finanznöte der Theater mit dem Mythos von Ikarus – erst gefeiert, dann gestürzt.
Die Initiative hat für Kandidaten „Wahl-Lackmustests“ eingeführt, darunter Fragen zur kulturellen Bildung. Über 600 Kulturschaffende haben die „Berliner Erklärung“ unterzeichnet, in der klare Forderungen nach besserer Kulturförderung formuliert werden.
Ziel der Aktionswoche ist es, Kultur zu einem entscheidenden Thema der anstehenden Wahl zu machen. Die Wähler werden aufgefordert, Kandidaten zu unterstützen, die sich zum Erhalt der Kunst bekennen. Mit ihren Instrumenten und Erklärungen will die Kampagne Politiker in der Kulturpolitik in die Pflicht nehmen.






