24 June 2026, 20:19

Bergisch Gladbach kürzt Haushalt um 3,8 Millionen Euro – doch das Defizit bleibt

Wo und mit wem die Stadt Bergisch Gladbach sparen wird

Bergisch Gladbach kürzt Haushalt um 3,8 Millionen Euro – doch das Defizit bleibt

Bergisch Gladbach hat eine Reihe von Haushaltskürzungen beschlossen, um den finanziellen Druck zu bewältigen. Die Maßnahmen sollen Einsparungen in Höhe von 3,8 Millionen Euro bringen – und damit das ursprüngliche Ziel der Stadt für 2026 sowie die beiden folgenden Jahre übertreffen.

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Der Stadtrat stimmte dafür, die Betriebskosten um mindestens 1,3 Millionen Euro jährlich zu senken. Weitere 2,5 Millionen Euro sollen durch Personalkosten eingespart werden. Diese Kürzungen helfen, den Verzicht auf eine geplante Erhöhung der Grundsteuer auszugleichen.

Rund 100 Einsparungen wurden in verschiedenen Bereichen vorgenommen, darunter Flüchtlingshilfe, Marketing, Jugendkultur und die Feuerwehr. Allein der Brandschutz muss über 300.000 Euro sparen. Schulen, Straßeninstandhaltung und das Gelände der ehemaligen Zanders-Papierfabrik blieben jedoch von Kürzungen verschont.

Neue Teilzeitrentenregelungen werden nicht mehr angeboten, was jährlich 236.000 Euro einspart. Beförderungen im Beamtenbereich finden künftig nur noch zweimal im Jahr statt, wodurch jährlich 32.000 Euro gespart werden. Zudem wird die Übertragung nicht genutzter Urlaubstage eingeschränkt, was einmalig 1,7 Millionen Euro bringt.

Freie Stellen bleiben sechs Monate unbesetzt, bevor eine Neubesetzung erfolgt – das spart jährlich 2,8 Millionen Euro. Offene Positionen werden zunächst intern ausgeschrieben, und befristete Verträge unterliegen strengeren Prüfungen. Die Arbeitgebermarkenkampagne der Stadt wurde zurückgefahren; in diesem Jahr wurden 30.000 Euro aus dem Budget gestrichen.

Die Verwaltung hat die Personalausgaben auf dem Niveau von 2026 eingefroren. Trotz dieser Maßnahmen bleibt das voraussichtliche Defizit für 2026 bei 49 Millionen Euro. Einige Kürzungen treten sofort in Kraft, andere werden schrittweise bis 2026 umgesetzt, wobei die Auswirkungen in den späteren Jahren stärker spürbar sein dürften.

Durch diese Anpassungen hat Bergisch Gladbach nun 3,8 Millionen Euro eingespart. Die Ersparnisse decken die Finanzlücken, ohne dass die Grundsteuer erhöht werden muss. Dennoch hat sich die finanzielle Perspektive der Stadt für 2026 nicht verbessert – das Defizit wird weiterhin auf 49 Millionen Euro prognostiziert.

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