16 March 2026, 14:27

Bergisch Gladbach kämpft mit 50 Millionen Euro Defizit und steigenden Kosten

Ein Plakat mit einem schmalen schwarzen Rand und fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Wohlhabende und große Unternehmen."

Bergisch Gladbach kämpft mit 50 Millionen Euro Defizit und steigenden Kosten

Bergisch Gladbachs Stadtkämmerer Thore Eggert erläuterte kürzlich in einem Workshop der BürgerAkademie die finanziellen Herausforderungen der Stadt. Im Mittelpunkt standen der Aufbau des Haushaltsplans, steigende Kosten und die begrenzten Spielräume bei der Ausgabenkürzung. Eggert, der zwar FDP-Mitglied ist, betonte, dass seine Rolle als Stadtrat vor allem verwaltungstechnischer Natur sei und nicht von parteipolitischen Interessen geprägt werde.

Der Haushaltsplan der Stadt umfasst ein komplexes Dokument von rund 500 Seiten, das für die meisten Bürger ohne Fachwissen nur schwer verständlich ist. Eggert machte deutlich, dass der Großteil der Ausgaben fest verplant sei und kaum Spielraum für Einsparungen bleibe. Besonders belastend wirken die Sozialleistungen sowie die Personalkosten, die durch Tariferhöhungen weiter steigen.

Bergisch Gladbach verzeichnet ein jährliches Defizit von etwa 50 Millionen Euro. Um dies auszugleichen, werden die Grund- und Gewerbesteuern erhöht, was zusätzliche Einnahmen von 4 Millionen Euro pro Jahr bringen soll. Zudem hat die Stadt die Finalisierung ihres Finanzplans aufgrund der jüngsten Kommunalwahlen verschoben.

Für das Jahr 2026 sind 126 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen, doch die Umsetzung scheitert oft am Mangel an Fachkräften und Bauunternehmen. Eggert warnte, dass ein Haushaltssicherungskonzept strenge Vorgaben mit sich bringen und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt stark einschränken würde – ein Szenario, das die Verantwortlichen unbedingt vermeiden wollen.

Der Workshop zeigte: Bergisch Gladbach hat kaum noch finanziellen Spielraum. Höhere Steuern und ein sparsamer Umgang mit den Mitteln sind unverzichtbar, um den Haushalt auszugleichen. Ohne grundlegende Veränderungen wird sich der finanzielle Druck auf die Stadt weiter verschärfen.

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