23 March 2026, 04:27

Baden-Baden feiert Ballettlegenden mit Festival und Ausstellung zu John Neumeier

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung namens "Saison Russe", das eine gemalte Tänzerin in einer anmutigen Pose mit der Aufschrift "Opera et Ballet" darüber zeigt.

Baden-Baden feiert Ballettlegenden mit Festival und Ausstellung zu John Neumeier

Baden-Baden feiert diesen Herbst Ballettgeschichte mit einem großen Festival und einer Ausstellung

Vom 2. bis 12. Oktober wird die Stadt Schauplatz von Die Welt des John Neumeier, einem Festival zu Ehren des legendären Choreografen. Neben Aufführungen zeigt eine Ausstellung im Stadtmuseum Neumeiers private Sammlung, darunter Hommagen an Ballettikonen wie Wasslaw Nijinsky und Anna Pawlowa.

Das elftägige Festival beginnt am 2. Oktober. Ein Höhepunkt wird Neumeiers eigenes Ballett Nijinsky sein, das zwischen dem 3. und 5. Oktober dreimal auf die Bühne kommt. Der Choreograf bewundert Nijinsky seit Langem und nennt ihn den "größten Visionär der Ballettkunst".

Vor über einem Jahrhundert spielte Baden-Baden eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Balletts. Im August 1913 hielten sich Nijinsky und Sergei Djagilew im Brenners Parkhotel auf, wo sie an einem von Bach inspirierten Ballett arbeiteten. Zwar war ihre berufliche Zusammenarbeit zu diesem Zeitpunkt bereits beendet, doch ihre früheren Projekte mit den Ballets Russes hatten die Spitzentanztechnik in den frühen 1900er-Jahren revolutioniert.

Im selben Monat trat Anna Pawlowa in der Stadt auf und erregte großes Aufsehen. Ihr Auftritt am 26. August umfasste Der sterbende Schwan, ihre berühmteste Rolle. Schon vor der Vorstellung sorgte ihr Besuch für Begeisterung unter den Einheimischen. Nijinsky hingegen verbrachte 1919 noch einmal Zeit in Baden-Baden, doch seine nachlassende psychische Gesundheit erlaubte keine neuen künstlerischen Schöpfungen mehr.

Die Ausstellung im Stadtmuseum, die am 3. Oktober eröffnet, präsentiert Neumeiers kuratierte Stücke im Zusammenhang mit diesen Ballettpionieren. Pawlowas Vermächtnis und Nijinskys Einfluss stehen im Mittelpunkt der Sammlung.

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Festival und Ausstellung verbinden Geschichte mit moderner Hommage. Neumeiers Aufführungen und die Museumspräsentationen sollen das heutige Publikum mit dem goldenen Zeitalter des Balletts verbinden. Baden-Badens langjährige Verbindung zur Tanzkunst rückt damit erneut in den Fokus.

Quelle