13 March 2026, 22:33

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenmast, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk

Auf einer ehemaligen Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark. Der Kreis Borken hat das Projekt genehmigt, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Die Planer hoffen, dass die Anlage die Kosten für Anwohner senkt und gleichzeitig die Klimaziele der Region unterstützt.

Das Gelände gehört gemeinsam dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus und lag jahrelang ungenutzt. Aufgrund anhaltender Setzungsbewegungen des Bodens ist eine klassische Bebauung kaum möglich – ein Solarpark gilt daher als eine der wenigen sinnvollen Nutzungsmöglichkeiten. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) zeichnet für das 1,6-Millionen-Euro-Projekt verantwortlich, das bis Mitte 2025 fertiggestellt werden muss, um staatliche Fördergelder zu erhalten.

Der Solarpark folgt einem wachsenden Trend in Nordrhein-Westfalen. In den vergangenen fünf Jahren wurden mindestens zwölf ähnliche Projekte auf alten Deponien realisiert oder geplant, darunter ein 20-Megawatt-Park in Marl (2022), eine 15-Megawatt-Anlage in Duisburg (2023) und eine 25-Megawatt-Solarfarm in Köln (geplant für 2025). Neben der Stromerzeugung könnte das Gelände in Ahaus zudem für großtechnische Energiespeicher genutzt werden – etwa, um Überschüsse aus Windkraft in der Region auszugleichen.

Lokale Verantwortliche erwarten, dass das Projekt die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie verringert. Gelingt dies, könnten auch die Müllgebühren für die Anwohner sinken.

Mit dem Solarpark wird ein schwer nutzbares Areal sinnvoll umgewidmet und gleichzeitig der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben. Da die Fördermittel an eine Fertigstellung bis Mitte 2025 geknüpft sind, muss der Bau zügig vorankommen. Das Vorhaben ist Teil einer breiteren Initiative in der Region, stillgelegte Deponien in Zentren für saubere Energie umzuwandeln.

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