Apotheker warnen vor Schließungswelle und fordern faire Vergütung
Irmengard SteinbergApotheker warnen vor Schließungswelle und fordern faire Vergütung
Der Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen für lokale Apotheken zu sprechen. Themen des Gesprächs waren finanzielle Schwierigkeiten, Personalengpässe sowie die für den 23. März geplanten Proteste.
Im Verlauf des Treffens betonte Lohmann die finanzielle Notlage vieler Apotheken, insbesondere die seit Jahren ausbleibenden Anpassungen der Vergütungssätze. Er wies darauf hin, dass der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente nach wie vor entscheidend für die Wirtschaftlichkeit der Betriebe sei. Zudem wurde das Problem der Versandapotheken angesprochen, die trotz einer festen Abgabegebühr von 8,35 Euro Rabatte von bis zu 10 Euro gewähren können.
Lohmann warnte, dass Apotheken-Schließungen sowohl ländliche als auch städtische Regionen treffen und die Versorgung der Patienten mit essenziellen Leistungen gefährden. Er forderte eine fairere Vergütung, um die lokale Gesundheitsversorgung zu stärken und die Löhne der Mitarbeiter zu verbessern. Schrumpf, der als Landespolitiker nur begrenzten Einfluss hat, versprach, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen.
Der Abgeordnete zeigte zudem Verständnis für die geplanten Proteste und erkannte an, dass die Vergütungssätze seit Langem nicht mehr angepasst wurden. Beide Seiten waren sich einig, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen, die Notfallversorgung und die Entlohnungsfragen dringend angegangen werden müssen.
Das Gespräch endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, sich auf Bundesebene für Veränderungen einzusetzen. Schrumpf wird die Forderungen weiterverfolgen, während Lohmann und andere Apotheker sich auf die Demonstrationen am 23. März vorbereiten. Konkrete Zahlen zu aktuellen Apotheken-Schließungen in ganz Deutschland lagen während der Gespräche nicht vor.