30 June 2026, 16:34

Apotheker fordern Nachbesserungen beim Reform-Entwurf – jetzt wird es ernst

Hoffmann: "Jetzt müssen Gespräche geführt werden"

Apotheker fordern Nachbesserungen beim Reform-Entwurf – jetzt wird es ernst

Präsident der Apothekerkammer Nordrhein fordert dringendes Handeln bei Apothekenreform-Entwurf

Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, hat heute auf der Mitgliederversammlung zu sofortigem Engagement aufgerufen, um in letzter Minute noch Änderungen am Entwurf der Apothekenreform durchzusetzen. Die aktuelle Situation bezeichnete er als „entscheidenden Scheideweg für die Gesundheitsversorgung in Deutschland“.

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Hoffmann betonte, dass der Gesetzentwurf zwar grundsätzlich notwendig sei, jedoch zahlreiche Korrekturen und Ergänzungen benötige. Gleichzeitig warnte er, dass die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen in einer sich wandelnden Gesellschaft das Angebot übersteige.

An erster Stelle der Forderungen der Apotheker steht die angemessene Vergütung. Priorität hat dabei die Erhöhung der Festbeträge, ergänzt um alternative Finanzierungsmodelle, um die benötigten 800 bis 900 Millionen Euro für die Apotheken zu sichern. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Abschaffung des Verbots von Barzahlungsrabatten.

Bereits zu Jahresbeginn hatte die Branche ein Positionspapier vorgelegt, das die Zukunft der Apotheken skizziert. Dieses Dokument hatte Hoffnungen auf bessere Vergütungsregelungen im Koalitionsvertrag geweckt. Auch die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hat dringenden Handlungsbedarf bei der Reform identifiziert.

Öffentliche Proteste sollen zunächst bis zum 17. Dezember zurückgestellt werden. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Dialog mit der Politik, um eine Eskalation zu vermeiden. Die nächsten legislativen Schritte umfassen eine Kabinettsbefassung am 17. Dezember, eine erste Lesung im Bundestag Ende Januar sowie eine Behandlung im Bundesrat im frühen Frühjahr.

Die Apothekenreform steht damit vor einer entscheidenden Phase. Die Gespräche mit den politischen Entscheidungsträgern werden fortgesetzt, um notwendige Anpassungen durchzusetzen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die geplanten Änderungen die zentralen finanziellen und regulatorischen Sorgen der Branche lösen können.

Quelle