2023: Als Welse angreifen, Paviane sterben und Hunde gegen Rundfunkgebühren kämpfen

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Ein Teller mit einem Fleischstück.Admin User

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - 2023: Als Welse angreifen, Paviane sterben und Hunde gegen Rundfunkgebühren kämpfen

Deutschland erlebte 2023 eine Reihe ungewöhnlicher Vorfälle mit Tieren – von Rechtsstreitigkeiten bis zu skurrilen Unfällen. Manche Fälle lösten öffentliche Empörung aus, andere hinterließen die Menschen schlicht ratlos. Behörden und Tierschutzorganisationen reagierten dabei sehr unterschiedlich.

Einer der umstrittensten Vorfälle war die Tötung von zwölf Pavianen im Nürnberger Tiergarten. Gleichzeitig sorgte ein riesiger Wels in einem See für Panik, und die weite Reise eines Gänsegeiers endete mit einer Rettungsaktion. Selbst Hunde machten Schlagzeilen – wie ein Hund, dessen Besitzerin sich weigerte, für ihn Rundfunkgebühren zu zahlen.

Im Juni 2023 terrorisierte ein zwei Meter langer Wels Badende am Brombachsee in Mittelfranken. Das Tier verletzte mehrere Menschen, woraufhin Polizei und ein Angler es töteten. Experten vermuteten später, der Wels habe als beschützender Vater seine Jungen verteidigt – bedingt durch den niedrigen Wasserstand. Das Tier landete schließlich als Gericht in einer örtlichen Gaststätte, was für Empörung sorgte.

Tierschützer erstatteten Strafanzeige wegen der Tötung, doch die Staatsanwaltschaft erklärte sie für rechtmäßig. Die Entscheidung konnte die öffentliche Verärgerung kaum besänftigen. Ein weiterer großer Eklat entbrannte im Nürnberger Tiergarten, wo zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels getötet wurden. Die Maßnahme löste Proteste aus und führte sogar zu Todesdrohungen gegen Mitarbeiter. Rund 350 Strafanzeigen wurden eingereicht, mit dem Vorwurf, gegen Tierschutzgesetze verstoßen zu haben. Die Behörden fanden jedoch keine rechtliche Handhabe. Andere Vorfälle sorgten ebenfalls für Aufsehen: Ein Bartgeier namens Vincent flog 1.600 Kilometer vom Nationalpark Berchtesgaden bis zur Nordsee. Geschwächt von der Reise, wurde er wieder aufgepäppelt und später in die Alpen zurückgebracht.

Auch skurrile Unfälle machten Schlagzeilen. An Neujahr verschluckte ein Nandu im Landshuter Wildpark den Handschuh eines Kindes. In Simbach am Inn in Niederbayern entdeckte ein Metzger, dass seine Kuh Herzal versehentlich seinen Ehering verschluckt hatte – beim Fressen von Hafer-Silage. Selbst ein Hund wurde Teil einer juristischen Kuriosität: Jutta Zedelmaier aus München argumentierte, ihr Hund Urax müsse keine Rundfunkgebühren zahlen, da er weder Zugang zu Sendungen noch zum Internet habe. Der Hund arbeite schließlich nur auf seinem Jagdrevier, weshalb die Abgaben unnötig seien.

Die Vorfälle zeigten die Spannungen zwischen Tierschutz, öffentlicher Sicherheit und rechtlichen Grenzen. Während einige Fälle – wie die Pavian-Tötungen – auf breite Ablehnung stießen, wurden andere, etwa das Schicksal des Welses, trotz Protesten als rechtmäßig eingestuft. Ungewöhnliche Unfälle und juristische Eigenheiten mit Haustieren und Wildtieren hielten die Öffentlichkeit derweil in Atem. Die Behörden gerieten unter Druck, ihre Richtlinien zu überprüfen, doch konkrete Änderungen blieben vorerst aus.

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